Wie in Niedersachsen, so
ist auch in Braunschweig der Kaninchenbestand in der freien Landschaft seit
etwa fünf Jahren völlig zusammengebrochen.
Hatten sich Anfang der neunziger
Jahre die Tiere im wahrsten Sinne des Wortes wie die Karnickel vermehrt
(Strecke in Braunschweig über 4000, in Niedersachsen rd. 200.000 Stück), so ist
der Bestand heute stark eingebrochen und die Jagdstrecke liegt in Braunschweig
2005 bei 850 Stück (Niedersachsen rd. 35.000).
Im Jahr 2005 gingen der Bestand
und die Jagdstrecke (2004: 1052) in Braunschweig noch etwas weiter zurück,
wobei der in der freien Landschaft vorhandene Bestand allerdings auch sehr
schonend bejagt wurde.
Schwankungen traten schon immer durch die regelmäßig
auftretende Viruserkrankung Myxomatose auf, seitdem allerdings die sogenannte
„Chinaseuche“, eine von Hauskaninchen eingeschleppte Krankheit, hinzukam,
scheint sich der Karnickelbestand vorläufig nicht zu erholen. Da diese
Krankheit durch direkten Kontakt übertragen wird, blieben Inselvorkommen in
Städten offensichtlich bisher noch teilweise verschont, so dass in manchen
Grünanlagen und auf Sportplätzen die Tiere noch in Massen auftreten und
teilweise Schäden verursachen.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die „grauen
Flitzer“ in den kommenden Jahren in den Revieren der „freien Landschaft“ wieder
erholen werden. (hb)
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