Die guten Fasanenjahre
waren die siebziger Jahre - mit 2.000 bis 2.500 erlegten Fasanen im Stadtgebiet.
In
Braunschweig boten die hiesigen Jagdreviere mit ihren abwechslungsreichen
Strukturen ideale Voraussetzungen für den Fasan. Die Jäger sprechen von den
fünf Ws, die der Fasan liebt: Wald, Wasser, Weizen, Wiesen und Wärme.
Mit den
Auen der Schunter und Oker und ihren Neben- und Stillgewässern, mit den Wiesen
und Waldinseln und mit dem Anbau von Getreide und Hackfrüchten bietet
Braunschweig als Fasanenlebensraum sehr gute Voraussetzungen.
Der Fasan braucht
aber ein trockenes Frühjahr zur Aufzucht seiner Jungen und die hohen
Fuchsbesätze, sowie die extrem hohen Vorkommen von Rabenkrähen und Elstern
machen den Tieren heute stark zu schaffen.
Der aktuelle Bestand hat sich aber
2003 und 2004 gut entwickelt und 2005 hat sich dieser erfreuliche Trend noch einmal
deutlich fortgesetzt, so dass 2005 244 Fasanen erlegt werden konnten (Vorjahr
114), d. h. die Strecke hat sich mehr als verdoppelt.
(hb) Sofern das Wetter in
diesem Frühjahr und Sommer halbwegs gut bleibt, kann sich dieser gute Bestand halten
oder sogar weiter nach oben entwickeln und ausbreiten.
Die Jäger wollen mit
einer intensiven Bejagung der Füchse, Rabenkrähen und Elstern und der
verstärkten Anlage von Wildäckern nachhelfen, um den Fasanenbestand weiter zu
steigern. Da von jeher nur Fasanenhähne geschossen werden und jeder Hahn
mehrere Hennen „beglücken“ kann, schadet der Abschuss nicht, sondern er bringt im
Gegenteil mehr Ruhe ins Brutgeschäft. In Niedersachsen kommen jährlich etwa 130.000
Fasanen zur Strecke, Tendenz wie in Braunschweig seit drei Jahren steigend.
|