Rabenkrähen und Elstern
Die Wildtiererfassung ergibt einen extrem hohen Besatz an Rabenvögeln in Braunschweig, was nicht weiter verwundert, da die Tiere als Allesfresser in den stadtnahen Lebensräumen Nahrung im Überfluss finden.

Zu beobachten ist, dass die Elstern mehr ins Stadtgebiet eingewandert sind, während sich die in den letzten Jahren drastisch erhöhten Bestände der Rabenkrähe mehr im Stadtrandbereich aufhalten.

Anfang der neunziger Jahre wurde die Bejagung verboten, was die Vermehrung noch gesteigert und den Rückgang der Niederwildarten beschleunigt hat. Seitdem 2001 die Bejagung wieder erlaubt wurde, werden etwa 500 bis 600 Rabenkrähen und Elstern im Jahr geschossen, was allerdings bei weitem nicht ausreicht, um den Bestand ausreichend zu reduzieren und einen wirksamen Beitrag zur Niederwildhege und zum Schutz der Vogelwelt zu leisten.

Die Jägerschaft setzt sich für die Anwendung der Fangjagd ein, die zur Zeit noch verboten bzw. nur im Rahmen von wissenschaftlich begleiteten  Modellprojekten erlaubt ist. Es gibt geeignete Lebendfallen und nur so lassen sich nach den Erfahrungen der Jäger die schlauen und scheuen Rabenvögel ausreichend dezimieren.