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29.04.2010
Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Braunschweig.
Nach der Begrüßung durch die Bläser, konnte der Vorsitzende der Jägerschaft Braunschweig, Hennig Brandes, am 29. April im Grünen Jäger, neben zahlreichen Gästen auch den Vorsitzenden des Bezirks Braunschweig, Ernst Dieter Meinecke aus Gifhorn, begrüßen.
Die Mitglieder gedachten den Verstorbenen: Gernot Groß, Waldemar Bendig, Hans Knigge und Rudolf Wenzel.
In seinem Jahresbericht appellierte der Vorsitzende an die Revierinhaber Biotopverbesserungen vorzunehmen. Es gäbe mehrere finanzielle Förderungen, die nur in Anspruch genommen werden müssten. Er sagte seine Hilfe zu.
Der ansteigende Wildschweinbestand in Braunschweig machte ihm auch Sorge. Er forderte die Jäger auf, bei der Bejagung nicht nach zu lassen, ,,damit wir hier in Braunschweig keine Wolfsburger Verhältnisse bekommen“.
22 Teilnehmer haben an der Jungjägerausbildung teilgenommen und bis auf einen die Jägerprüfung bestanden. Das zeigt, meinte Brandes, die Ausbildung in Braunschweig ist von hoher Qualität.
Folgende Mitglieder wurden vom Vorsitzenden geehrt. 25 Jahre Mitglied: Jörg Bartels, Otto Liebing, Dieter Müller, Eberhard Probandt, Prof. Dr. Bernhard Schäfer. 40 Jahre Mitglied: Günther Hermann, Erhard Hottenbacher, Hans-Jürgen Strube.  Ganz besonders geehrt wurde Hermin Gehre, der in diesem Jahr 70 Jahre Mitglied in jagdlichen Organisationen  ist.
Die Bläsertreuenadel in Bronze bekam Carsten Monnse. In Silber: Norbert Ley und Sabine Wenzel.
Die Ehrenmitgliedschaft wegen besonderer Verdienste erhielt  aus den Händen des Vorsitzenden Büchsenmacher Otto Ebert, der 40 Jahre lang die Jägerschaft Braunschweig bei Bezirks- und Landesmeisterschaften mit  A-Mannschaft vertreten hat. Auf seinem Schapener Schießstand haben viele angehende Jungjäger durch ihn das Flintenschießen erlernt.
Das Goldene Rebhuhn wurde Lothar Rinkleib aus Veltenhof verliehen. Dort arbeitet er als Nichtjäger bei vielen Arbeiten rund um’s Revier mit. Weiter ist er Mitglied in der Amphibienschutzgruppe. Bei der Kopfweidenpflege, Pflanzarbeiten von Remisen und Streuobstwiesen, Teich- und Biotoppflege ist er in vorderster Front dabei.
Kreisjägermeister Siegfried Pottkamp freute sich, dass bei der Jägerprüfung bis auf einen Teilnehmer alle bestanden haben. Mehr Frauen (12) als Männer stellten sich. Das hat es vermutlich noch zu keiner Zeit gegeben. Am letzten Wochenende im Juni findet für Wiederholer noch eine Jägerprüfung in Braunschweig statt.
Der Kreisjägermeister informierte die Anwesenden über die Jagdstrecke 2009: Die Wildschweinstrecke ist wieder um 30 Sauen gestiegen, die ausschließlich in zwei Hegeringen erlegt wurden. Er bittet auch in Zukunft nicht zu vergessen, Schweißproben von Sauen im Veterinäramt abzugeben. Ein Viertel der Rehwildstrecke ist wie in jedem Jahr als verkehrstot gemeldet. Bei den Wildkaninchen muss es einen regionalen Seuchenzug gegeben haben. 400 Karnickel wurden verendet gefunden.  
Die Strecke 2009 im Einzelnen: 136 Wildschweine (davon 6 Verkehrstote), 415 Rehe (davon 110 Verkehrstote),  160 Hasen, 1003 Wildkaninchen, 321 Füchse, 6 Steinmarder, 6 Iltisse, 1 Hermelin, 13 Dachse, 7 Waschbären, 1 Marderhund, 68 Fasane, 572 Ringeltauben, 21 Türkentauben, 1 Höckerschwan, 95 Graugänse, 2 Nilgänse, 2 Kormorane, 390 Stockenten, 6 Waldschnepfen, 10 Blesshühner, 8 Silbermöwen, 10 Lachmöwen, 387 Rabenkrähen, 132 Elstern. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit Herrn Greb von der Jagdbehörde.
Im Anschluss der Jahreshauptversammlung referierte der Rechtsanwalt und Hannovers Jägerschaftsvorsitzender Tobias Schele über Wildschadenersatz - die rechtlichen Grundlagen.
Er gab viele Tipps zum richtigen Verhalten der Revierinhaber nach aufgetretenen Schäden.
                                                                                                                                    Siegfried Pottkamp

(SP)