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10.05.2010
Zehn ,,Lerchenfenster“ von Ölper Landwirten angelegt
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Jäger und Bauern arbeiten zusammen:
Zehn ,,Lerchenfenster“ von Ölper Landwirten angelegt.
Die Idee hatten die Ölper Jagdpächter Karl-Heinz Seiffert und Helmut Köcher. Sie konnten die Landwirte Heinrich Bosse und Rainer Holland überzeugen, diese Lerchenfenster auf ihren Äckern anzulegen, und damit sichere Brutstätten für alle Bodenbrüter zu schaffen.
Derzeit sind solche potentiellen Eiablageplätze im Getreideacker bei engstem Saatreihenabstand kaum mehr zu finden. Die Landesjägerschaft Niedersachsen will als anerkannter Naturschutzverband den Leitarten der Feldflur wie auch den dortigen Lebensgemeinschaften in ihrer Gesamtheit helfen und gezielt neue Strukturen fördern. Die Lerchenfenster als künstliche Fehlstellen sind hierbei ein wichtiges Element. Die Idee ist in England entwickelt. Dort hat sich der Bruterfolg im Wintergetreide an den Lerchenfenstern verdreifacht. Und auch Kiebitze und Feldhasen nutzen die künstlichen Fehlstellen im Acker als Aufenthaltsraum und zur Jungenaufzucht.
Bei der Wintergetreideaussaat haben die Ölper Bauern die Sämaschine einige Meter lang angehoben, so dass dort zehn offene Stellen von ca. 20 m2 entstanden sind. Im Gesamtacker haben sie dies einige Male wiederholt. Die Lerchenfenster sollen nicht direkt an eine Fahrgasse grenzen, da von dort Gefahren durch Beutegreifer ausgehen. Im weiteren Jahreslauf werden die Lerchenfenster so behandelt, wie der restliche Schlag. Sonderbehandlungen sind nicht vorgesehen.
Pro Lerchenfenster erhält der verständnisvolle Bewirtschafter des Getreideackers als Nutzungsausfallentschädigung und zur Anerkennung eine Prämie in Höhe von 10 Euro, die zu 90% aus den Jagdabgabemitteln des Landes Niedersachsen über die Landesjägerschaft und zu 10% über die Kreisjägerschaft finanziert wird.
text/foto: sipo

Das Foto zeigt (v.l.) Karl-Heinz Seiffert, Helmut Köcher mit den Bauern Rainer Holland und Heinrich Bosse an einem Lerchenfenster.
(SP)
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